Wing Chun

Man braucht Kraft, Entschlossenheit und Gleichgewicht im Leben

wtWäre da noch Zeit, würde ich damit wieder weiterfahren. Zufällig hatte ich vor langer Zeit in einem GQ-Magazin gelesen, dass es eine Kampfkunst gibt, die es ermöglicht mit verbundnenen Augen zu kämpfen.

Das hatte mich interessiert, ich ging der Sache nach und hatte mit Freude festgestellt, dass es sogar in Chur eine solche Schule gab.

Schon das erste Probetraining hatte mich überzeugt. Es handelte sich um einen sogenannten “weichen Stil” . Das heisst, beim Training werden keine “Knochen” überbeansprucht. Nicht kurzfristig und auch nicht längerfristig.

Später lernte ich, dass Wing Tsun die Motorik, Gefühlsempfinden und Beweglichkeit erhalten und fördern. Ganz meine Welt. Und dazu noch Schnelligkeit und Kraft entwickeln.

Jedes Training ist wie folgt aufgebaut:

  • Die sogenannten ‘Formen’ schulen das Grundhandwerk, die Bewegungen
  • Das ‘Lat Sao’ ist die spielerische Anwendung des Kampfes
  • Das ‘Chi Sao’ vermittelt die Fähigkeit über die Berührung des Gegners Kraft zu lenken
  • Schlussendlich gibt das ‘Chi Gong’ Ruhe, Gleichgewicht und Beweglichkeit

Irgendwann trennte sich die Schule in Chur von der ‘Mutterorganisation’ und änderte den Namen auf “Wing Chun” . Die Lehre ist die gleiche. Eine fantastische Sache, die Kraft und Verständnis gibt.

Wäre da nur mehr Zeit….

Update: Mittlerweile wird man älter und geht verschiedene Dinge ruhiger an.

Vom WT geblieben sind:

  • Durchhaltevermögen, Willenskraft
  • Körpergefühl
  • Einstellung zu Ernährung und Bewegung